Das burgenländische Zagersdorf im Bezirk Eisenstadt kann für sich in Anspruch nehmen, das möglicherweise älteste Weindorf Österreichs zu sein. (Übrigens wird natürlich ständig weitergeforscht und weitere noch ältere Funde z.B. bei Stillfried im Weinviertel bestätigen die Möglichkeit, daß bereits in der Spätbronzezeit Wein bereitet wurde). Denn in einem Grabhügel aus der Hallstattzeit, etwa um 700 v. Chr. angelegt, wurden Traubenkerne entdeckt, die eindeutig der Kulturrebe vitis vinifera zugeordnet werden konnten. Es gilt als sicher, daß die Volksgruppe der Kelten, die damals und noch Jahrhunderte später unter anderem diesen Raum und die heutige Südsteiermark besiedelte, bereits wußte, daß man Trauben nicht nur zum Essen verwerten kann.

Es folgten die Römer, die in ihrer Provinz Noricum in den Ostalpen, zwischen Rätien, Pannonien und Italien, für eine starke Verbreitung des Weinbaues sorgten. Davon zeugen zahlreiche Becher, Trinkschalen, Krüge und Flaschen aus jener Zeit, die in österreichischen Museen zu finden sind.

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